14. VDP-Qualitätskonferenz am 6. Mai 2017 in Tübingen

//14. VDP-Qualitätskonferenz am 6. Mai 2017 in Tübingen

14. VDP-Qualitätskonferenz am 6. Mai 2017 in Tübingen

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Die Bundesfortbildung Qualitätskonferenz „QuaKo” fand in Tübingen, Baden-Württemberg statt und die pittoreske mittelalterlich geprägte Stadt mit Schloss beherbergte die Podologenkonferenz und das internationale Podiatristentreffen.

In der Ansprache des Vorsitzenden des Verbands Deutscher Podologen (VDP) e.V., Volker Pfersich B.Sc., konnten neben den Referentinnen und Referenten auch die Teilnehmenden und die Gäste der Quako, die Delegierten des internationalen Podiatristen- und Podologenverbandes mit ihrem Vorstandsgremium und die Gründungsvorsitzende des VDP von 1994, Michaela Göde, begrüßt werden.
Das vom deutschen Bundesministers für Gesundheit, Hermann Gröhe für diese Versammlung an die BerufskollegInnen gerichtete Grußwort wurde anschließend vom Bundesvorstand des VDP Volker Pfersich B.Sc. verlesen, woran sich die Begrüßung aller Teilnehmenden durch die Geschäftsführerin des internationalen Podiatristenverbandes FIP-IFP (Fédération Internationale des Podologues-International Federation of Podiatrists), Caroline Teugels anschloss.
Die ersten Vorträge wurden von Delegierten aus Frankreich, Australien, Griechenland, den USA und Canada gehalten. Anschließend tagten die Delegierten der FIP-IFP mit ihrer jährlich stattfindenden Generalversammlung, während im deutschsprachigen Saal die deutschen Vorträge starteten.
Im Vortrag über Hoch-Risikopatienten in der podologischen Praxis warnte Prof. Dr. Ernst Chantelau eindrücklich vor den Folgen selbst kleinster Verletzungen, die bei Risikopatienten ernsthafte Folgen bis zur Amputation nach sich ziehen können.
Mit anschaulichem und kurzweiligem Bildmaterial machte anschließend Dr. med. Johann Koller als Chefarzt in einer Klinik für Gefäßchirurgie die operative und interventionelle Therapie beim DFS (Diabetisches Fuß-Syndrom) mit pAVK auch im Detail deutlich. Die nachfolgende Referentin, Diabetologin und Oberärztin, Dr. Bettina Born zeigte das Krankheitsbild des DFS bei diabetischer Nephropathie mit ihrer ausführlichen und detaillierten Darstellung auf.
Vom AOK-Bundesverband war der Referent für Heil- und Hilfsmittel Hans-Jörg Waibel angereist, um über die Auswirkungen der gesetzlichen Neuregelungen des GKV-VSH und HHVG auf die Attraktivität der Zulassung als Heilmittelerbringer hinzuweisen und hatte dazu Zahlen und verdeutlichende Graphiken mitgebracht. Anschließend ging es fachlich mit einem Behandlungsalgorithmus beim Unguis incarnatus auch beim DFS, ausgearbeitet und vorgetragen von der Kollegin Tatjana Pfersich weiter. Die Wirksamkeit von Orthosen in der Prävention und Therapie bei Rezidivläsionen und Amputationen beim DFS hat nachfolgend der Kollege Michael Ziller zusammengetragen und untersucht; mit Tabellen und Graphiken wurde der Nachweis geführt. Christine Kuberka-Wiese stellte im nächsten Vortrag fest, dass der Unterschenkelmuskel (Tibialis posterior) eine Relevanz für die podologische Therapie bei Menschen mit Diabetes mellitus hat, obwohl er proximal des Fußes am Unterschenkel liegt. Zum Abschluss referierte der Kollege Tim Becker über Evidenzbasierte Ernährungsempfehlungen bei Diabetikern und verwies eindringlich auf den Zusammenhang von Adipositas und einer höheren Mortalitätsrate auch bei Diabetikern.
Moderator Dr. Günther Fuhrer führte in seiner gewohnt überlegten und angenehmen Art und Weise durch den Tag und verhalf der Veranstaltung auch damit zu einem vollen Erfolg.
Während der Vormittagsveranstaltung wurden von Vertretern der Länder die Versorgung des diabetischen Fußes durch podiatrische und podologische Praxen und die Handhabung im jeweiligen Land mit Präsentationen dargestellt. Dabei wurden die folgenden Punkte beleuchtet und zur Kenntnis gebracht:
  • Überblick über die Ausbildung
  • Zahlen zu Podologen/Podiatristen im Land
  • Integration der Podologie/Podiatrie in das Gesundheitssystem
  • Neueste Errungenschaften/Erfolge auf dem Gebiet der Podologie/Podiatrie bei der Anerkennung der Podologie/Podiatrie
  • Behandlung des Diabetischen Fußes auf der Grundlage von Fachausbildung, Qualifikation, Befähigung und sachlicher Zuständigkeit, und länderspezifisches Wundmanagement
Während der Pausen sowie vor und nach der Veranstaltung war immer wieder Zeit, mit weiteren Teilnehmenden ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen. Hierbei war auch der Direktor des Studiengangs Bachelor of Science Podologie an der Steinbeis-Hochschule, Georg Zabawa ein gefragter Gesprächspartner für deutsche Kolleginnen und Kollegen und für internationale Direktoren anderer Universitäten und Ausbildungsstätten.
Ebenfalls war Manuel Kooß, Projektleiter der Messe TheraPro in Stuttgart angereist, um sich vor dem gemeinsamen Projekt im nächsten Jahr einen Überblick über unsere QuaKo zu machen.
Am Abend hatte die FIP-IFP zu einem unvergesslichen Gala-Abend anlässlich ihres 70. Geburtstages in den Fest-Saal des Restaurants „Museum” in der Innenstadt von Tübingen geladen, wo mit einem sehr festlichen Essen sowie Musik und Tanz das Jubiläum gebührend begangen wurde.
Eine Anreise, die sich für Jeden gelohnt haben dürfte, denn die Diskussion, das Klären von Sachverhalten und der fachliche Austausch kamen nicht zu kurz und auch der Gaumen wurde durch die ausgesuchte Verpflegung des Tagungshotels bestens bedient. Vielen Dank an dieser Stelle an die Geschäftsstelle des VDP in Reutlingen und namentlich an Melanie Flemmig für die exzellente Organisation dieses großen Ereignisses.
Eine rundherum gelungene, anregende Konferenz, deren fachliche Vorträge zum Mit- und Nachdenken anregten.
Bericht von Podologin Christine Kuberka-Wiese

 

 

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2017-05-14T20:02:10+00:00 Mai 14th, 2017|Kategorien: News & Wissenswertes|

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