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International Podiatry Day 2022 – REITERZEHEN

Für Podologinnen und Podologen oder Personen, die mehr wissen wollen!

REITERZEHEN / DIGITUS SUPERDUCTUS-DEFORMITÄT,

sind gekennzeichnet durch eine Hyperextension des entsprechenden Zehengrundgelenks und eine laterale oder mediale Abweichung der Zehe, die sich über die andere legen kann.  

Die Digitus superductus-Deformität tritt in der Regel in Kombination mit komplexen Vorfußdeformitäten wie Spreizfuß und Hallux valgus oder Digitus quintus varus auf. 

Die obenliegende Zehe weist Druckstellen und Hühneraugen (med. Clavus) auf und die Plantarplatte (med. Plantaraponeurose) steht unter permanenter Spannung, was zu einer Destabilisierung des Zehengrundgelenks mit anschließender Gelenkverrenkung (med. Luxation) führen kann.

Ziel der Behandlung ist es, die Druckstellen zu reduzieren und eine nahezu normale Abrollbewegung wiederherzustellen. 

Konservativ: 

  • Tragen Sie weiche Schuhe mit einer hohen Zehenkappe
  • Verwendung von dämpfenden Schaumstoffschläuchen und Zehenspreizern, um die Reibung an Schuh und Socken zu verringern
  • Verwendung von Bandagen, Stützen wie Orthesen und Tapes (Podologie) im Falle einer flexiblen Deformität, auch bei Neugeborenen
  • Suchen Sie einen Podologen auf, um übermäßige Hornhaut zu entfernen und eine Beratung zur Druckentlastung zu erhalten
  • Tragen Sie eine weich bettende Schuheinlage, um das Gewicht und den Druck zu verteilen und Schmerzen unter dem Vorfuß zu verringern (med. Metatarsalgie)

Chirurgisch: 

  • eine Korrektur der Zehenstellung kann durch eine Operation erreicht werden  
  • wenn das Gelenk nicht ausgekugelt ist, kann die Zehenstellung durch einen minimalinvasiven Eingriff korrigiert werden
  • eine Korrektur der Ursache (der Großzehenfehlstellung) ist notwendig, und aus verschiedenen chirurgischen Optionen kann die am besten geeignete Methode ausgewählt werden. Zur besseren Stabilität kann die Plantaraponeurose plantar vernäht werden

Literaturhinweise

L T Bogy 1, R Vranes, W P Goforth, J M Caporusso

pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/1401732/, Correction of overlapping second toe deformity: long-term results including a 7-year follow-up, J Foot Surg. Jul-Aug 1992;31(4):319-23. Affiliations expand PMID: 1401732

W Gary Smith 1, Jt Seki, Ryan W Smith

pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/19030460/, Prospective study of a noninvasive treatment for two common congenital toe abnormalities (curly/varus/underlapping toes and overlapping toes), Paediatr Child Health. 2007 Nov;12(9):755-9. doi: 10.1093/pch/12.9.755. Affiliations expand PMID: 19030460 PMCID: PMC2532862 DOI: 10.1093/pch/12.9.755

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